Текст песни
Es rauschen die Winde, die Nebel ziehn,
Der Himmel ist sternenleer;
Hoch über den schäumenden Wogen hin
Durchschwebt ein Segel das Meer:
Das Schiff ist, gesteuert von Geisterhand,
In unaufhaltsamem Lauf,
Ihm schadet kein Sturm, kein Klippenstrand,
Kein Lebender weilet drauf!!!
Weit über der See,
wo die Welle schweigt,
Ein Eiland verborgen liegt:
Ein einsamer Fels zum Himmel steigt,
Die Wolke sein Haupt umfliegt.
Dort blühet kein Halm, dort grünet kein Baum,
Kein Vogel sein Nest dort baut;
Nur der Adler allein aus der Lüfte Raum
Die starrende Oede beschaut.
Dort ist des Königs einsames Grab,
In der Wüste, uneingehägt;
Nur sein Degen, sein Hut, sein goldener Stab
Sind über den Sarg gelegt.
Kein Wesen lebt rings, und die Woge der Welt
Schlägt nicht an sein müdes Ohr,
Kein Blick auf die traurige Ruhstatt fällt,
Und doch war er König zuvor! –
Und es wechselt der Mond und das Jahr verrinnt,
Und der Todte liegt unbewegt;
Wenn die fünfte Nacht des Maien beginnt,
Nur dann sich der Leichnam regt:
Dieß ist die Nacht, wo der Welt entschwebt
Sein ruhebedürftiger Geist,
Dieß ist die Nacht, wo die Leiche belebt
Ersteht, und auf Erden kreis’t.
Dann harret ein Schiff am einsamen Strand:
Vom Winde die Segel geschwellt,
Hoch wehet vom Mast der Flagge Band,
Goldne Bienen im weißen Feld!!!
Und der König besteigt’s, es flieget dahin,
Wie ein Vogel in stürmender Hast;
Kein Ruder bewegt sich, kein Schiffer ist drin,
Der lenkend das Steuer gefaßt!